Aktuelles

Man lernt nie aus!

Xavier optimierte die Einstellungen, um den besten Klang aus den Instrumenten zu kizeln

Wie bei allem, was man tut, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand, um neue Erfahrungen zu machen. Fortbildung in geballter Form erlebten wir am Wochenende des 14. und 15. Oktober: Wir hatten den hochwertigen Lehrer Xavier Boderiou aus der Bretagne für ein Wochenende gebucht, der uns aus seinem großen Wissensschatz viele wertvolle Tipps und Anregungen vermitteln konnte. An zwei ganzen Tagen gaben wir uns „die volle Dröhnung“, bei der nicht nur auf die Spieltechnik und Fingerfertigkeit eingegangen wurde, sondern der Bretone sich auch um jedes Instrument einzeln gekümmert hat,

Die Anstrengung steht ihr ins Gesicht geschrieben – aber es hat sich gelohnt! 😉

um zu erklären, was man am Setup und an den Einstellungen optimieren kann.

Auf Xaviers fundiertes Wissen konnten wir voll vertrauen, baut er doch selbst schottische Bagpipes und weiß daher genau, was er tut! (hier kann man sich von seinem Programm überzeugen)

In den gemeinsamen Pausen wurde das Erlernte nachbesprochen und auch der Bandzusammenhalt gepflegt. Ein anstrengendes, aber sehr lehrreiches Wochenende, welches unsere Band in Puncto Qualität gewiss vorwärts gebracht hat!

 

25 Jahre – und kein bisschen leise!

gemeinsame Unterstützung des Zeltgebläses

Die Scots‘n Breizh feierten ihr Silberjubiläum am 7. Oktober mit einer zünftigen Fete im Tennisclub Rot-Weiß-Wattenscheid. Alle waren in Feierlaune und das Clubhaus war gemütlich knubbelvoll. Weil es typisch schottisch-bretonisch regnete, fand das obligatorische Jubiläumskonzert vor unseren Freunden und Gönnern in der Tennishalle statt, für diesen Ort sehr ungewohnte Töne … So wurde die Halle in Tragluftbauweise ordentlich durch unsere schottischen Klänge aufgeblasen, und auch die Nachbarn hatten wahrscheinlich ihren Spaß. Moritz, unser Jüngster, glänzte gleich mit 2 Soli! Da war sogar unser Bandmitglied Stefan „Laird of Glencairn“ begeistert.

Wer arbeitet, muss auch essen: Das Salat- und Nachtischbuffet, das die Mitglieder und Gäste gespendet hatten, konnte sich sehen lassen und wurde entsprechend zügig geräumt. Auch der Grill wurde befeuert, und die Bewirtung durch Vereinsmitglieder des Tennisclubs lief wie am Schnürchen. Wer hier nicht auf seine Kosten kam, war selbst schuld.

Jupp’s „Dudeltüte“ war leider kein vollwertiger Pipe- Ersatz

Auch das Unterhaltungsprogramm kam nicht zu kurz: Überraschungsgast des Abends war „Püttmann Jupp“, Gebläseliebhaber. In seiner Begeisterung für den schottischen Dudelsack hatte er sich schon vermeintlich gründlich vorbereitet, bevor er einsehen musste, dass auch er ohne professionelle Hilfe nicht zum Ziel kam: Inspiriert durch Bildungsfernsehn („Die Sendung mit der Maus“) bastelte er sich mit großem Enthusiasmus aus einer Aldi- Tüte und ein paar Flöten so etwas wie ein Instrument, aus dem Jupp mit einiger Mühe diverse Heultöne produzierte. Allerdings hatte dieses erwartungsgemäß nur wenig mit Musik zu tun, und mit der Melodieflöte, dem „Chanter“, kam er nun überhaupt nicht klar: Auch mit größter Konzentration entlockte er dem gelöcherten Knüppel nur Geräusche, die eher an eine erkältete Maus erinnerten. Auch einen hübschen kurzen „Rock“ hatte er dabei. Jedoch musste Jupp einsehen, dass seine lange Unterbuxe nur suboptimal damit zu kombinieren ist. So sprach er bei unserer Astrid vor, um sich von ihr die verbreiteten Mythen über unser Instrument ausräumen zu lassen und die entscheidenden Tipps zu bekommen. Schließlich sah Püttmann Jupp ein, dass er noch mal mit unserem Pipe Major Marie Kontakt aufnehmen muss, wenn er es mit dem Erlernen der schottischen Bagpipe ernst meinte.  Natürlich darf Jupp zur nächsten Probe kommen, auch wenn er keine Noten lernen will.

Stolz auf das Band- Shirt

Die sehen in seinen Augen sowieso nur wie Spuren von Hühnerfüßen aus!

Zu den Urgesteinen der Band zählt auch Heinrich, der eine weitere Überraschung in Petto hatte: Alle Bandmitglieder erhielten ein Kästchen mit ihren persönlichen Vitsitenkarten mit Bandlogo, und unsere Jüngsten Moritz und Nicholas ein Band- T-Shirt.

Ein gelungener Abend in guter Stimmung, das lässt auf viele weitere gemeinsame Jahre hoffen. Weiter so!

 

 

 

Pipes und Drums am See

Am Samstag, dem 10. Juni, machte das Ümminger Stadtteilfest Station am Ümminger See. Dort brachten wir zwischen den Darbietungen von Bauchtanz und asiatischer Kampfkunst etwas schottische Kultur in die Veranstaltung. Neben bekannteren Stücken wie Amazing Grace und Scotland The Brave hatten wir auch zum Beispiel auch einen Strathspey (einem schottischen Tanz) und Slow Air zu bieten. Bei dieser Gelegenheit brachte unser jüngstes Mitglied auch gleich sein Solo- Debüt zu Beginn von „Highland Cathedral“.

Nachdem wir die Gäste mit keltischen Klängen begeistern konnten, haben wir den Nachmittag bei der Pflege unseres Vereinslebens mit einem kühlen Getränk ausklingen lassen.

 

Gastspiel beim MGV Frohsinn

Zur „musikalischen Maibowle“ des Männergesangsvereins gaben wir ein kurzes Gastspiel und boten den Zuhörern vor der historischen Fassade des Schloss Horst schottische Klänge. Die begeisterten Gäste belohnten uns nach dem Auftritt mit anhaltendem Applaus, der uns zeigte, dass wir auch in einem eher stimmlastigen Umfeld durchaus eine Bereicherung waren. Herzlichen Dank an den „MGV Frohsinn“ für diese Einladung!

 

Christopherus- Hof in Witten: Konzert beim Maifest

Beengt unter dem Zeltdach – aber wir haben das Beste daraus machen können!

Auf dem Maifest des Christopherus- Hof in Witten sind wir schon „Stammkunden“, die das Fest alle Jahre wieder mit einem musikalischen Beitrag unterstützen. So stimmten wir auch in diesem Mai im bretonischen Outfit unsere Instrumente, um die Gäste zu unterhalten. Leider spielte – was für diese Veranstaltung schon fast ungewöhnlich ist – das Wetter nicht so mit wie bei unseren vergangenen Besuchen, so dass wir bei leichtem Regen in etwas beengter Formation unter einem Zeltdach spielen mussten. Nichts desto trotz ließen sich viele Zuhörer aus den Gebäuden locken und lauschten den hierzulande eher exotischen Klängen. Anschließend blieben wir noch eine Weile, um uns bei Kaffee, Kuchen, Waffeln oder einer Bratwurst zu stärken.

 

Artenschutz- Hinweis für alle Besitzer von Bagpipes:

Bag- Stage :)

Bag- Stage 🙂

Die meisten Bagpipes sind aus „African Blackwood“, deutscher Name: Grenadill, hergestellt. Dieses gehört zur Familie der Palisander- Hölzer, für die seit dem 02.01.2017 seitens des CITES (Washingtoner Artenschutzabkommen) der Artenschutz gilt. Das heißt: Will man Instrumente mit Palisander- Anteil verkaufen, braucht man eine Vorerwerbs- Bescheinigung von der jeweils zuständigen Behörde, die man für Deutschland dieser PDF

http://ec.europa.eu/environment/cites/pdf/list_authorities.pdf

ab Seite 11 entnehmen kann. Hierzu ist z.B. ein Kaufbeleg zum Nachweis notwendig.  Auch bei der (nicht gewerblichen) Mitnahme von mehr als 10kg des Holzes (vielleicht, wenn man mit der ganzen Band verreist?) außerhalb der EU wird dieser Nachweis unter Umständen notwendig. Weitere Links habe ich auf der Seite von gitarrebass.de gefunden, wo die Sachlage recht einfach erklärt wird. Auch beim Bundesamt für Naturschutz kann man weitere Informationen finden.

Um also als Palisander- Besitzer sicher zu gehen, dass man zum Beispiel am Flughafen nicht in die Mühlen der Behörden gerät, sollte man über eine solche „behördliche Anmeldung“ nachdenken. Und wer seine Pipe liebt, verkauft sie sowieso nicht. 😉

 

„Tanz & Folk“ an der Ruhruni Bochum

Vor dem Auftritt: Die Instrumente werden gestimmt

Vor dem Auftritt: Die Instrumente werden gestimmt

Seit einigen Jahren sind wir die „Starter“ beim „Bal Folk- Event“  im Bochumer Hardenberghaus, welches jährlich vom „Kulturbüro Boskop“ der Uni Bochum organisiert wird. „Balfolk? Wass’n datt?“ , werden Sie sich jetzt wahrscheinlich fragen. Nun, den Begriff „Bal Folk“ kann man wohl frei mit „Volkstanzabend“ übersetzen. Allerdings werden hier keine deutschen, sondern französische Volkstänze getanzt! Hier passte der bretonische Teil unseres Repertoires natürlich wie „die Faust aufs Auge“, und so heizten wir den Bewegungswütigen auch gut mit Gavotte, Plinn und Cercle Circassien ein. Viele Schrittfolgen sind recht schnell zu erlernen, für die „Neulinge“ unter den Teilnehmern gab es zudem vorher eine Unterweisung, und so waren die Reihen der Tanzenden lang. Im Grunde kommt es sowieso nicht auf das peinlich genaue Ausführen jedes Schrittes an, sondern auf den Spaß, mit anderen Begeisterten die französischen Reigen zu tanzen.

Die Tänzer ließen sich mitreißen

Die Tänzer ließen sich mitreißen

Diese Veranstaltung, die jährlich wiederkehrend stattfindet, ist also auch eine Empfehlung für Menschen, denen die klassischen Standard- Paartänze zu kompliziert sind.

Auch wir blieben nach unserem Auftritt noch lange dort, um selbst ein wenig zur Musik der weiteren Gruppen des Abends zu tanzen oder nebenan im „Hardie’s“ gemütlich auf ein Bier oder ein Chili zusammen zu sitzen.

 

 

Elfchen für die Band!

Nach der Pause in den Weihnachtsferien erwartete uns in der Klasse, in der wir uns immer zum Üben treffen, eine kleine Überraschung: viele „Elfchen“!

img-20170111-wa0001Kennen Sie nicht?

Ein „Elfchen“ ist Lyrik aus 11 Wörtern, die in 5 Zeilen in bestimmter Formation und mit bestimmten Beziehnungen zueinander geschrieben werden. In der 1. Zeile steht ein Begriff, in den folgenden Zeilen Eigenschaften des Begriffes nach verschiedenen Vorgaben. Fertig geschrieben sieht ein „Elfchen“ aus wie eine Tanne. Also, mit viel Fantasie … 😉

Wir konnten uns nun über diese verspäteten Weihnachts- und Neujahrsgrüße der Grundschulklasse an uns freuen, denn jedes Kind hatte für uns ein Elfchen geschrieben und ein Bild dazu ausgemalt! Süße Idee. Danke! 🙂

 

 

Ein Kilt für unseren Jüngsten

Alles dabei: Weste, Gürtel, Sporran (die kleine Tasche), Socks und Flashes (die Fähnchen an den Strumpfhaltern)!

Alles dabei: Weste, Gürtel, Sporran (die kleine Tasche), Socks und Flashes (die Fähnchen an den Strumpfhaltern)!

Zur schottischen Bagpipe gehört auch das richtige Outfit. Die Zuschauer wollen das so, und um ehrlich zu sein: Das Kleidungsstück, welches übrigens historisch gesehen von einem Umhang abstammt und damit also kein Rock ist (!!!), ist Sau- bequem.

Moriz hat nun zu Weihnachten ein stilechtes Outfit für zukünftige Auftritte bekommen – und ist natürlich „stolz wie Oskar“!

Sieht doch schick aus, nicht?

(Foto: Privat)